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FAQ

Drogerie vs. Apotheke: Wo Gesundheitsprodukte heute wirklich am Point of Sale verkauft werden

Veröffentlicht am Samstag, 27. Dezember 2025



Drogerie, Apotheke oder Versand – Kaufverhalten im Wandel


Im Gesundheitsmarkt entscheidet der Point of Sale über Kaufimpulse, Markenwahrnehmung und Vertrauen. Traditionell war die Apotheke der Ort für viele Gesundheitsprodukte – mit persönlicher Beratung, Interaktion und fachlicher Expertise. Besonders bei erklärungsbedürftigen Produkten, etwa Erkältungsmitteln oder Produkten mit Nebenwirkungen, erwarten Konsumenten fundierte Beratung direkt vor dem Kauf.

Die Drogerie setzt hingegen auf Selbstbedienung, schnelle Orientierung und breite Produktverfügbarkeit. Rund 60 % der Verbraucher greifen laut aktuellen Studien bei Vitaminen, Nahrungsergänzungsmitteln oder Pflegeprodukten zuerst in der Drogerie zu, während Apotheken bei stärker beratungsintensiven Produkten weiterhin bevorzugt werden.



Aktuelle Marktbewegung: dm-Apotheke aus Tschechien sorgt für Diskussion


Seit Dezember 2025 setzt der Drogeriemarkt dm einen neuen Akzent im Gesundheitsmarkt, indem er unter der Marke dm-med eine Online-Versandapotheke mit Sitz in Tschechien gestartet hat, über die rezeptfreie, apothekenpflichtige Arzneimittel und apothekenexklusive Produkte angeboten werden können. Dies geschieht rechtlich über eine Partner-Versandapotheke, da Drogeriemärkte in Deutschland selbst keine Apothekenprodukte direkt verkaufen dürfen.

Die Entscheidung hat eine breite Diskussion ausgelöst. Einerseits wird argumentiert, dass Verbraucher heute Flexibilität und einfache Online-Bestellmöglichkeiten erwarten und die Verknüpfung von Drogerie- und OTC-Sortimenten auf einer Plattform dem Rechnung trägt. Die Produkte können gemeinsam bestellt und direkt nach Hause oder zu Abholstationen in dm-Märkten geliefert werden, und der Kundenservice bietet telefonische Beratung durch pharmazeutisch qualifiziertes Personal an.

Andererseits wird diese Entwicklung kritisch gesehen. Branchenverbände und Vertreter traditioneller Apotheken warnen vor einer Verwässerung des Verständnisses von „Apotheke“ und befürchten, dass das Vertrauen in fachliche Beratung am POS leidet. Eine sorgfältige persönliche Beratung vor Ort in der Apotheke könne nicht vollständig durch Online-Informationen ersetzt werden. Außerdem birgt der Versandhandel laut Kritik Risiken bezüglich Preis- und Beratungsunterschieden, Haftungsfragen und sachgemäßer Anwendung von Arzneimitteln.



Was das für POS-Strategien bedeutet


Markenhersteller müssen diese Vielfalt von Einkaufssituationen berücksichtigen. Im stationären Einzelhandel – sowohl in Apotheken als auch in Drogerien – bleibt der POS ein entscheidender Faktor. Die Shopper-Journey unterscheidet sich je nach Kanal:

  • In der Apotheke steht Beratung, Vertrauen und Produktinformation im Vordergrund. POS-Lösungen müssen Kompetenz, Glaubwürdigkeit und Orientierung schaffen.

  • In der Drogerie zählen Sichtbarkeit, klare Botschaften und emotionale Kaufimpulse, um spontane Kaufentscheidungen zu unterstützen.

  • Im Online-Versandhandel muss digitale Präsentation, Informationsaufbereitung und einfache Bestellbarkeit im Fokus stehen.

Gute POS-Konzepte übersetzen diese Anforderungen in kundennahe Kommunikation am Regal, an Displays und an Einkaufswegen, die zu einer höheren Conversion und Markensichtbarkeit führen.


Hier kannst du den Abverkauf deiner Produkte direkt steigern


Ob Apotheke, Drogerie oder kanalübergreifend – wir entwickeln POS-Lösungen, die Marke, Produkt und Verkaufserlebnis zusammenbringen. Unser Fokus liegt darauf, deine Produkte dort sichtbar zu machen, wo Kaufentscheidungen fallen – und Kunden gezielt zu lenken.
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